Mitunter schlägt das Schicksal heftig zu,,,

Nicht genug, dass Harald Davids eine generalisierte Dystonie hat, die in den schlimmsten Zeiten seinen Körper so verbiegt, dass sein Kopf auf den Rücken, fast in Taillenhöhe, gezogen wird. Seine Problematik ist in einigen YouTube-Videos eindrücklich zu sehen.

 

Vor vielen Jahren wurde er operativ mit der Tiefen Hirnstimulation (THS) versorgt, die einen großen Erfolg brachte. Sein Körper ist zwar immer noch nicht ganz gerade, aber der Kopf ist wieder da, wo er sein sollte. Auch dazu gibt es YouTube-Videos.

 

So meistert H. Davids sein Leben in beeindruckender Weise. Er ist in Vollzeit als Computeradministrator berufstätig, hat eine Ehefrau und inzwischen 9 Kinder.

Bei solch einer großen Familie ist ein Auto unabdingbar. Er muss in die Arbeit kommen, die Kinder müssen in die Schule und zur Kita gebracht werden und immer wieder sind Arztbesuche angesagt. All das ist ohne Auto nicht zu bewältigen. Umso problematischer ist es, wenn das ohnehin schon alte Auto seinen Geist aufgibt und Reparaturen nur kurzfristig Abhilfe schaffen.

Das Geld für ein neues, dringendst benötigtes Auto ist nicht vorhanden. In seiner Not wendet sich H. Davids an den Dystonie Förderverein Deutschland e. V (DFVD e. V.).

Nach Überwindung einiger bürokratischer Hürden sagt ihm die Deutsche Rentenversicherung die Übernahme der Kosten für die Anschaffung eines Fahrzeuges zu. Allerdings blieb noch ein Restbetrag von 2.200 Euro für die Finanzierung offen, den der DFVD e.V. mit Hilfe von Spenden übernehmen konnte.

 










Bei der „Scheckübergabe“, zu der H. Davids seine älteste Tochter Jasmin mitbrachte, erzählte er der Vorsitzenden des DFVD, Martina Kühn, dass er im Alter von 27 Jahren als erster Patient in Deutschland und als zweiter weltweit mit der THS versorgt wurde. Ein damals mutiger, aber wie man sieht erfolgreicher Schritt.

H. Davids und Jasmin freuen sich sehr, dass das neue Auto nun Wirklichkeit werden kann.